Ostseetour 2004: Seite 2


Kormorankolonien am Dammschen See


Idyllische Querfahrt vom Dammschen See zur Oder


Fischerboote im traditionellen Gelb in Ziegenort (Trebice)

Ziegenort, das Tor zum Haff ist immer wieder ein idealer Ausgangspunkt. Das traditionelle Gelb der Fischerboote ist weithin sichtbar und steht in einem wunderbaren Kontrast zum Braun der Fischernetze. Möven warten schon auf die nächste Ausfahrt der Boote auf das Haff.


Die Boote sind fertig zum Auslaufen. Die Möwen sind an Bord.

Ziegenort ist ein guter Ausgangshafen. Bei guten Windverhältnissen ist vielleicht nur 4 bis 5 Segelstunden bis Ückermünde. In Polen ist es üblich in den Seehäfen, d.h. auch in Ziegenort, auszuklarieren. Zusätzlich muß man aber noch am polnischen Zollschiff vorbei. Es reicht, wenn man so nahe am Schiff vorbeifährt, dass der Schiffsnamen gesehen werden kann. Anderfalls bekommt man Besuch vom Zoll-Schlauchboot.


Ückermünde mit Hafenanlagen hinter der Brücke

Ückermünde ist ein malerischer Hafen mit sehr guten Liegemöglichkeiten vor und hinter der Stadtbrücke. Sehr zu empfehlen ist die Yachtwerft Stöcker. Hier liegen viele Berliner, da die Anreise von Berlin mit Auto oder Zug sehr zeitgünstig ist. Mit dem Auto kann man es in 2 ½ Stunden schaffen, mit dem Zug ist vielleicht auch nur eine halbe Stunde länger.


Der Verklicker ist mal wieder verbogen. Reparaturversuche vom Kran.

In der Werft können kleine Reparaturarbeiten vorgenommen werden. Bei uns war es nur eine Kleinigkeit. Bei Argo musste der Verklicker mal wieder gerichtet werden. Wie schön, dass ein begehbarer Kran sich in unmittelbarer Nähe des Liegeplatzes befindet.


Aufmerksame Zuschauer in vollständiger Entspannung

Neben dem Kran gibt es auch aufmerksame Betrachter. So ist alles unter Kontrolle! Ein schöner Sommertag kann auch sehr müde machen. Lange wird es wohl nicht mehr dauern bis „Pussy“ eingeschlafen ist.


Kleine Siesta

Von Ückermünde wollen wir gemütlich weiter, wir haben ja Urlaub und müssen keine Atlantküberquerung machen. So geht es weiter nach Nordwest, Richtung Peenestrom.


Keine Angst, der Kurs stimmt.

Wenn das Wetter gut ist lässt sich bei der Sportster Schönwetternavigation auf dem Cockpitboden machen. Das ist sehr bequem, man hat die Karte immer vor Augen und braucht sie nicht wegzulegen.
Wir beschließen einen kleinen Abstecher in die Stadt Usedom zu machen.


Schönwetternavigation auf dem Cockpitboden. Einfach und gut!

Usedom liegt auf der Insel Usedom und am Usedomer See. Die Einfahrt ist bei gutem Wetter leicht zu finden, man sollte sich in jeden Falle an die Fahrrinne halten. Besonders der Usedomer See ist sehr untief.


Die Einfahrt nach Usedom ist Voraus


Der Blick zurück nach Passieren der Einfahrt in den Usedomer See

Der Hafen von Usedom ist ein kleiner Hafen, der für Fischerfahrzeuge ausgebaut wurde. Es liegen nur sehr wenige Berufsschiffe im Hafen. Es sind größtenteils Sportboote zu finden. So haben wir uns auch für zwei Tage einquartiert, um die Insel mit gemieteten Fahrrädern zu erkunden.


Der Fischerhafen von Usedom


Sportboothafen liegt am Eingang des Fischerhafens

Aus der kleinen Radtour wurden dann fast 70 km. Von Usedom aus ging es durch schöne Wälder Richtung Flugplatz Heringsdorf/Ahlbeck, dann fast bis nach Kaminke. Von dort nach links bis Ahlbeck, am Strand entlang bis Ückeritz und dann am Achterwasser vorbei wieder zurück nach Usedom.


Heringsdorf, Strandidyll mit Tret- und Motorboten


Spielarten der Natur: Der Pfahlpilz.


Das Achterwasser im Gegenlicht


Spätsommer auf Usedom, weite Landschaft mit reifem Kornfeld

Der "Fahrradtag" war ein Tag mit bunt gemischtem Wetter von Regen bis Sonnenschein, so kam die Insellandschaft richtig zur Geltung. Nach den Schauern glänzte das Achterwasser so richtig schön im Gegenlicht oder noch viel besser, eine gewaltige Wolkenkulisse bildete einen dramatischen Hintergrund für ein spätsommerlich reifes Kornfeld.

Von Usedom aus erreichten wir Zinnowitz mit kräftigen Segelwind, so dass das Anlegemanöver im Yachthafen mit kleinen Schwierigkeiten verbunden war. Ein 5 PS Aussenborder kann bei achterlichem Wind von 7-8 Windstärken die Sportster nur mit Mühe aufstoppen.


Sandstrand in Zinnowitz. Blick nach Norden


SAR Übung. Im Handumdrehen ist das Rettungsboot im Wasser.

Zinnowitz hat uns von allen Seebädern auf Usedom am besten gefallen. Eine sehr schöne Strandfront, hübsche Häuser und ein überschaubares Stadtbild. Wir kommen sicherlich wieder.


Haustiere oder besser gesagt Bootstiere.


Stürmisches Haff. Blick nach Nordwest, Richtung Kaminer Eisenbahnbrücke

Mit stürmischem Wind geht es wieder nach Ost. Wir wollen eigentlich nach Kaminke, in den hübschen Hafen, der uns im letzten Jahr so gut gefallen hat. Gesagt getan, aber der Wind legt immer weiter zu. Das Haff wird richtig grün aufgewühlt. Nach guten 6 Segelstunden erreichen wir die Hafeneinfahrt von Kaminke und freuen uns schon auf ein leckeres Abendessen. Aber im Hafenbecken ist der Schwell bei W-NW 7-8 so stark, dass wir um unser Segelboot fürchten müssen. Festmachen und ankern ist unmöglich. Selbst die Fähre hat große Schwierigkeiten anzulegen.


Grünes Wasser. Hoffentlich kommt es nicht an Bord.


Nach stürmischer Fahrt versöhnt der Regenbogen doch ein wenig.

So bleibt uns nicht anderes übrig, als mit eintretender Dunkelheit den Hafen mit Stützsegel und Motor zu verlassen und gegenan das gesamte Haff zu überqueren. Der einzig sichere Hafen und ruhige Hafen ist Altwarp, genau 15 sm in Süd, d.h. genau gegenüber.
Nach guten 3 Stunden mit der Hilfe unseres gutes 5 PS Honda erreichen wir Altwarp mitten in der Nacht, glücklich endlich mal zur Ruhe zu kommen. Und, diese Ruhe finden wir wirklich vor, kein Sportboot ist dort weit und breit. Wir können uns jeden Liegeplatz aussuchen. Wir sehen nur ein paar Camper.


Altwarp ein selten besuchter Liegeplatz. Liegeplätze in Hülle und Fülle

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Diese Seite wurde zuletzt am 17.03.2008 um 00:12 Uhr aktualisiert.
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